Axt und Beil

In der Bronze- und Vorrömischen Eisenzeit war das Tüllenbeil die gängige Form für Streitäxte. Bei dieser Form wurde ein metallisches Blatt gefertigt, welches zum Ende in einer Tülle auslief. Das Blatt wurde dann über das Ende eines rechtwinklig verlaufenden Astes oder Stammes gestülpt und entsprechend befestigt.

 

Zur Zeitenwende waren Beile zwar ein gängiges Werkzeug, Streitäxte als Waffe waren jedoch weniger verbreitet. Streitäxte waren vermutlich nicht zahlreicher als Schwerter in der germanischen Bewaffnung zu finden. Die Gängige Axtform dieser zeit war die Schaftlochaxt.

Die Streitäxte wurden mit einer Hand geführt und hatten eine Schaftlänge von 60-85cm und eine Klingenlänge von 5-15cm.

 

Ab dem 2. Jhd. nahm die Verwendung von Äxten insbesondere auch Wurfäxten enorm zu, bis in der Völkerwanderung bei den Franken die Wurfaxt (Franziska) zur Standartbewaffnung zählte.