Die Völkerwanderung

375 - 568 n.Chr.

Ein Sturm zieht auf

Im Jahre 375 fielen brutale Reiterhorden aus den Steppen im Osten in die germanischen Gebiete ein - Die Hunnen. Sie lösten die größte Völkerbewegung in der Geschichte Europas aus.

Neben den germanischen Völkern der Ostgoten und Gepiden mußten sich auch andere Völker wie die Sarmaten und Alanen den Hunnen unterwerfen und sich der Armee anschließen.

 

Das geteilte Reich

Der enorme Druck den die germanische Völkerbewegung auf das römische Imperium ausübte führt im Jahre 395 zur Teilung in ein West- und ein Oströmische Reich die jeweils von eigenen Kaisern regiert wurden.

 

Alarich erobert Rom

Vor der Teilung des römischen Reichs dienten Alarich  und seine Westgoten  als Foederati der römisches Armee. Mit dem Tode des Kaisers Thedosius und der Reichsaufteilung an dessen Söhne kam es zum schließlich zum Zerwürfnis mit Rom und Alarich begann einen Feldzug gegen das östliche Reich.

Nach zahllosen Erfolgen im Osten rückte Alarich 400 n.Chr. nach Italien gegen das westliche Reich vor. Im Jahre 410, nach Jahren des Krieges, eroberten die Goten schließlich Rom und plünderten die Stadt. Kurze Zeit später verstarb Alarich woraufhin sein Schwager Athaulf den gotischen Thron bestieg.

 

Attila der Hunne

Nach dem Tode des hunnischen Königs im Jahre 434 wurden die Hunnen von dessen Söhnen Attila und Bleda regiert. Nach erfolgreichen Feldzügen gegen Ostrom ermordete Attila seinen Bruder und wurde 444 zum alleinigen Herrscher über das Hunnenreich. Attila verstand es, die eroberten Völker an sich zu binden, indem er deren Herrscher an seinen Eroberungen beteiligte. Zu seinen engsten vertrauten gehörten auch der König der Ostgoten Valamir und der Gepidenkönig Ardarich.

 

Das Nibelungenlied - Der Fall der Burgunder

Da sich die Angriffe der Hunnen nicht gegen Westrom richteten, war das Verhältnis zwischen den beiden Mächten sehr gut. Eine weströmisch-hunnische Allianz vernichtete im Jahre 436 das germanische Burgunderreich des Königs Gundahar. Aus dieser Begebenheit entstand die Sage um die Nibelungen, in der Gundahar als Gunther, Theoderich als Dietrich von Bern und Attila als Etzel ihre Rolle fanden.

 

Die Katalaunischen Felder und das Ende Attilas

Nach  dem Tod des Oströmischen Kaisers im Jahre 450 wurden die Zahlungen an die Hunnen eingestellt, woraufhin Attila zum Krieg rüsten ließ. Das neue Ziel war nun allerdings das weströmische Reich. Nach antiken Quellen marschierte er mit einer halben Milionen Kriegern in Gallien ein. 

Der Weg nach Gallien führte die Hunnen durch germanisches Gebiet, wo sie auf den Wiederstand der Alamannen stießen. Während des Vormarsches der Hunnen Entstand eine römisch-germanische Allianz, zu denen die Westgoten und die Burgunder gehörten. Im Jahre 451 kam es nun in Gallien auf den Katalaunischen Feldern zum Aufeinandertreffen der beiden Armeen, bei dem Attila besiegt wurde.

Allerdings wurden die Hunnen nicht vernichtet, so marschierten Sie nur ein Jahr später in Norditalien ein. Nach diesem Raubzug zogen sich die Hunnen nach Ungarn zurück.

 

453 in der Hochzeitnacht mit der Germanin Ildiko verstarb Attila an einem Blutsturz. Ob es sich bei seinem Tod um Mord handelte, bleibt unklar.

 

Nach Attilas Tod lehnten sich die Gepiden unter Adarich zusammen mit den Sarmaten gegen die Hunnen auf, was zur endgültigen Zerschlagung des Hunnenreichs führte.