Feste & Feiertage

Die wichtigsten germanischen Feiertage richten sich hauptsächlich nach dem Jahresverlauf der Sonne.

 

Im Frühjahr findet der Winter in der ersten Tagundnachtgleichen dem Ostarafest (Ostern) sein Ende. Tag und Nacht haben an diesem Tag die selbe Länge. 

 

Die Tage werden im weiteren Jahresverlauf weiterhin länger bis zur Sommersonnenwende um den 21. Juni an dem das  Mittsommerfest (Midsommar) gefeiert wird. Von nun an werden die Tage wieder kürzer. 

 

Um den 22.-24. September folgt die zweite Äquivalenz zwischen Tag und Nacht: die  Herbst-Tagundnachtgleiche

 

Die dunkle Jahreszeit findet am 21./22. Dezember zur Wintersonnenwende (Vorlage für das christliche Weihnachten) ihren Höhepunkt. Von nun an werden die Tage wieder länger.

 

Walpurgis

Die eigentliche Walpurgisnacht fand in der ersten Vollmondnacht nach der Frühjahrs-Tagundnachtgleichen (Ostarafest) zu Ehren der Göttin Freya statt. Generell war diese Nacht der Frau an sich gewidmet und eine alte Weise (die Hagazussa) sollte in dieser Nacht als Bindeglied zwischen den Welten dienen und die Zukunft voraussagen. Mit der Christianisierung entwickelte sich hieraus schließlich das Bild der bösen Hexe. Später benannte man das Fest nach der heiligen Walburga und legte den 30. April fest.

Nach den Harzer Legenden treffen sich in dieser Nacht die Hexen auf dem Blocksberg (Brocken), Hexentanzplatz und anderen umliegenden Orten, um dort ihre Feste abzuhalten.

 

Traditionen

Der "Weihnachtsbaum"

Die Germanen glaubten, dass den immer grünen Ästen der Nadelbäume magischer Kräfte inne wohnen und diese vor Bösen schützen. So wurden diese Äste im Winter an und in Häusern aufgehengt. Im Laufe der Zeit wurden aus den Ästen ganze Bäume die später dann auch nicht mehr aufgehängt sondern gestellt wurden. Wenn jemand keinen Zweig aufhängte, war er nicht vor dem Bösen beschützt, auch heute noch sagt man jemand "kommt auf keinen grünen Zweig". Diese Tradition wurde wie viele andere Dinge ins Christentum übernommen.